Liebe Menschen,

immer wieder mal hörte ich von den Rauhnächten und fand das klang irgendwie interessant, aber ich hatte keinen Impuls mich intensiver damit zu beschäftigen. Als das Thema Ende letzten Jahres wieder auftauchte, war es eh zu spät, um sich damit zu beschäftigen und so verschwand es wieder in der Versenkung.
Dieses Jahr war ich bei einem wundervollen Workshop zum Thema Räuchern bei einer lieben Freundin – bei Andrea Focker in Ihrer wunderschönen SINNeswerkstatt. Dieser Abend säte den Samen in mir und so war es nicht verwunderlich, dass ich von einem wundervollen Kräuterkollegen eine E-Mail und Einladung zu einem Workshop zum Thema Rauhnächte bekam – Dariusz K. Balejko vom Grünen Zweig.
Schon während des Workshops war für mich klar, dass ich dieses Jahr die Rauhnächte zelebrieren werde. Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, mich erst mal intensiv in die Materie einzulesen und mit der Theorie zu beschäftigen, habe ich mir nur die Dinge gekauft, die ich für die praktische Umsetzung brauche. Die Informationen, die für mich wirklich wichtig sind, sind in meinem Bewusstsein da und so ist dieses Mal der Blogbeitrag geschrieben. Ich möchte die Rauhnächte nicht durch zu viel theoretisches Wissen erleben, sondern ganz auf meine Intuition vertrauen. Je mehr ich weiß (Theorie) umso mehr wird sich mein Kopf einschalten.

Was sind nun die Rauhnächte?

Die Rauhnächte sind eine Jahrhunderte alte Tradition unserer keltischen Vorfahren. In dieser magischen Zeit sind die Grenzen zur Anderswelt offener. Viele kirchliche Feiertage wurden schon lange bevor es die Kirche gab von unseren Vorfahren gefeiert und praktiziert. Die Kirche hat diese oft heidnischen Feiertage und Rituale einfach übernommen und als ihre „Erfindung“ umbenannt. So auch die Zeit der Rauhnächte. Zu Beginn der Rauhnächte ist es in der Kirche die Geburt von Jesus. Das Ende der Rauhnächte ist in der Kirche „Die heiligen 3 Könige“. Silvester ist die Nacht, wo mit viel Lärm die Geister des alten Jahres vertrieben werden.

Es gibt verschieden Meinungen über den Beginn der Rauhnächte. Manche sagen, sie starten zur Wintersonnenwende (der längsten Nacht des Jahres) am 21.12., andere sagen sie beginnen am Heiligabend 24.12. Fakt ist, dass sie 12 Nächte dauern. Meine beginne ich am 24.12. und beende diese am 05.01.

Wichtig ist in diesen Nächten, bewusst und intensiv auf Eure Träume zu achten. Jede Nacht steht für den Folgemonat im nächsten Jahr. Die 1. Nacht für den 1. Monat im neuen Jahr (Januar), die 2. Nacht für Februar, usw… Außerdem stehen die Träume der ersten 6 Nächte für unsere Vergangenheit und die der zweiten 6 Nächte für unsere Zukunft.

Das erste Ritual am Morgen ist das aufschreiben Eurer Träume, ohne bereits da etwas hinein interpretieren oder orakeln zu wollen. Wichtig ist, dass Ihr erst mit sprechen anfangt, wenn die Träume notiert sind. Bitte kommuniziert das Eurer Familie/Mitbewohnern. Mit dem ersten gesprochenen Wort verblasst der Zauber der Nacht und die Botschaft der Träume. Wenn Ihr Euch nicht an Eure Träume erinnern könnt, beschreibt das Gefühl, mit dem Ihr aufgewacht seid. Wie ging es Euch beim aufstehen? Seid Ihr fröhlich oder traurig aufgewacht? Wie ging es Eurem Körper? Welche Gedanken waren da? Usw… Wenn Ihr glaubt nicht zu träumen, geht mit dem Wunsch ins Bett, dass Euch die Rauhnacht Träume schickt.

Ich habe mir das Rauhnacht Tagebuch: Gedanken & Impulse zum Jahreswechsel* von Annemarie Herzog gekauft. Für jede Rauhnacht stehen die Themen des Tages und es gibt viel Platz, wo Ihr Eure Gedanken zu den Themen notieren könnt

Ein weiteres schönes Ritual ist, sich 13 (erfüllbare) Wünsche für das nächste Jahr auf kleine Zettel zu schreiben. Diese faltet Ihr dann zusammen und in jeder Rauhnacht übergebt Ihr einen Zettel davon an das Universum. Ich werde sie durch Feuer übergeben. Dieser Wunsch wird dann im nächsten Jahr in dem Monat erfüllt, in dessen Rauhnacht er übergeben wurde. Nun fragt Ihr Euch bestimmt, was mit dem 13. Wunsch ist. Den dürft Ihr Euch nächstes Jahr selber erfüllen. 😃 Seid achtsam, mit dem was Ihr Euch wünscht. Formuliert Eure Wünsche positiv und konkret. Wenn Ihr Euch zum Beispiel mehr Geld wünscht, könntet Ihr vielleicht 1 Cent auf der Straße finden und somit hättet Ihr mehr Geld. 😉 Oder Ihr wünscht Euch, nicht mehr soviel arbeiten zu müssen, dass kann (falsch formuliert) vom Universum so verstanden werden, dass Ihr durch Krankheit, Arbeitslosigkeit,… weniger arbeitet. Ich will Euch keine Angst damit machen, sondern Euch nur dafür sensibilisieren. Das richtige Wünschen und Denken gilt übrigens nicht nur für die Rauhnächte.

Gönnt Euch in dieser Zeit ganz viel Ruhe. Reduziert Eure Termine und Verpflichtungen auf ein Minimum. Seid achtsam, was sich um Euch herum alles zeigt und nehmt es bewusst wahr. Ihr müsst es (noch) nicht verstehen.

Ein weitere schöne Sache ist es, einen Ahnentisch aufzubauen. Nehmt dafür einen kleinen Tisch oder ein Regal oder was auch immer. Richtet diesen Platz liebevoll ein. Mit Kerzen, mit Tannenzweigen, mit anderen Naturmaterialien, vielleicht mit Foto´s von Euren Ahnen,… Lasst Eurer Phantasie freien Lauf. Gedenkt in dieser Zeit mit Liebe und Dankbarkeit Eurer Ahnen, auch denen, die Ihr nicht persönlich kennt.
Wir haben unsere Räucherschale darauf stehen. Und somit komme ich zum Hauptritual in den Rauhnächten – dem Räuchern. Jede(n) Tag/ Nacht wird geräuchert. Dafür gibt es passende Räuchermischungen. Ich habe den Rauhnacht Kalender: Mit 12 Räuchersäckchen für jede Rauhnacht* von Annemarie Herzog. Der passt perfekt zu dem Tagebuch* von ihr. 

Da die Zeit bis zum Start der Rauhnächte dieses Jahr schon recht knapp ist, habe ich Euch eine Liste erstellt, mit Dingen, die Ihr dafür braucht. So spart Ihr Euch wertvolle Zeit für die Recherche und könnt dieses Jahr ebenfalls die Rauhnächte entspannt zelebrieren.

Das braucht Ihr

Interessante Websites & Onlineshops

Ich wünsche Euch eine wundervolle und magische Zeit der Rauhnächte.

Liebe Grüße

Claudia

P.S. Das Thema Mond zeigt sich immer mehr in meinem Leben. Bei meiner Recherche habe ich den wunderschönen Mondkalender für Frauen entdeckt und mir natürlich auch schon gekauft. Dem Thema werde ich mich in Ruhe in den Rauhnächten widmen. Für mehr Informationen zu dem Kalender, klickt einfach auf das Bild.

*

P.P.S. Ergänzung 08.11.2018 Und noch ein schönes Buch ist mir in die Hände gefallen. Es verbindet das Thema Rauhnächte und Weiblichkeit. Passend dazu gibt es dieses Jahr erstmalig einen Onlinekurs von der Autorin. HIER gibt´s mehr Info´s.

*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.