Gesunde, volle und glänzende Haare – für viele Frauen eher Traum als Realität. Kein Wunder also, dass die Ohren und Augen für alternative Behandlungen offen sind, um sich den Wunsch von einer voluminösen Haarpracht doch noch zu erfüllen. 

Ein Heilkraut, welches vor allem aus der ayurvedischen Medizin bekannt ist, wird auch bei Haarausfall und grauen Haaren immer häufiger empfohlen: Ashwagandha. Das Beste: Die Pflanze setzt an der Wurzel der Haarprobleme an.

Was ist Ashwagandha?

Noch ist Ashwagandha ein echter Geheimtipp. Das könnte sich aber schon bald ändern, schließlich werden der Powerpflanze zahlreiche positive Wirkungen nachgesagt. Ashwagandha zählt zu der Familie der Nachtschattengewächse und ist überwiegend in Afghanistan, Pakistan und Indien beheimatet. Insbesondere in der indischen Heilkunde hat sie einen festen Platz und wird bereits seit über 3000 Jahren eingesetzt, um Beschwerden zu lindern. Auch alte indische Schriften berichten von der Heilpflanze. Ashwagandha hat viele Namen. So wird sie auch als Winterkirsche, indischer Ginseng und Schlafbeere bezeichnet. Unter Botanikern hört sie auf den Namen Withania somnifera. 

Was kann Ashwagandha?

Dem Heilkraut Ashwagandha wird vieles nachgesagt. Die Pflanze soll sich in erster Linie stärkend und belebend auswirken. Interessanterweise wird Ashwagandha aber auch eine beruhigende Wirkung attestiert. Deshalb wird sie auch als Schlafbeere bezeichnet. Tatsächlich soll sie Menschen dabei helfen, wieder friedlich zu schlummern und sich das nötige Schlafpensum zu holen, um die Herausforderungen im Alltag bewältigen zu können. Die Pflanzenextrakte sollen aber auch potenzsteigernd und verjüngend wirken. Aber damit nicht genug: Ashwagandha soll insgesamt 12 Vorteile für die Gesundheit vereinen.

Warum manche Frauen mit vollem Haar beschenkt werden

Es wäre zu schön, wenn es ein Mittel gäbe, welches eingenommen im Nu graue Haare und Haarausfall verschwinden lässt. Ganz so einfach funktioniert das auch mit Ashwagandha nicht. Interessanterweise setzt die Pflanze aber an den Mechanismen an, die zu Haarausfall und grauen Haaren führen. Hast du dich nicht auch schon einmal gefragt, warum manche Frauen auch jenseits von 40 noch kein graues Haar besitzen und andere trotz chemischer Haarbehandlungen noch immer eine volle Haarpracht haben? Die Antwort könnte lauten: Es sind die Gene! Aber das wäre zu einfach, schließlich spielt auch die Lebensweise eine übergeordnete Rolle. Wenn du dich gesund ernährst und dich fit hältst, profitiert dein ganzer Körper davon. Tatsächlich können Stress und ein hormonelles Ungleichgewicht viel öfter als die genetische Veranlagung dafür sorgen, dass unsere Haarpracht in Gefahr ist.

Ashwagandha – Erste Hilfe bei Haarausfall und grauen Haaren?

Stress ist nicht nur nervtötend, sondern kann auch die Entwicklung zahlreicher Erkrankungen begünstigen. Das gilt insbesondere für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Es scheint schier unmöglich, private und berufliche Verpflichtungen ganz aufs Abstellgleis zu schieben, um eine ausgeglichene und entspannte Wohlfühlatmosphäre aufrechtzuerhalten. 

Leider setzen ausgeprägte Stresszustände, insbesondere in Kombination mit hormonellen Dysbalancen, der Haargesundheit zu. Die Folgen können dann nicht selten an der Haarbürste abgelesen werden. 

Genau an dieser Stelle kommt Ashwagandha ins Spiel, denn die Pflanze kann nachweislich dazu führen, dass die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol begrenzt wird. Zudem können die Pflanzenextrakte dazu beitragen, dass sich auch die Sexual- und Schilddrüsenhormone normalisieren. Aus diesem Grund wird Ashwagandha gerne bei Haarausfall empfohlen. 

Ashwagandha kann direkt an den Haaren wirken

Dass Stress Haarausfall begünstigen kann, ist nichts Neues. Dadurch, dass Ashwagandha als natürliches Adaptogen wirkt, kann es eine beruhigende und ausgleichende Wirkung auf den Anwender ausüben. Übrigens: Adaptogene sind biologisch wirksame Pflanzenbestandteile, die dem Körper dabei helfen sollen, Stresssituationen besser zu bewältigen. Wenn Ashwagandha dir erfolgreich dabei hilft, deinen Stress zu verringern, könnte sich das auch auf deine Haare positiv auswirken. Zudem soll Ashwagandha auch direkt an den Haaren ansetzen, indem die Pflanze deine Haarwurzeln stärkt und den Halt in deiner Kopfhaut verbessert. 

Moment mal, wie funktioniert das mit den grauen Haaren?

Ashwagandha-Extrakt wird nachgesagt, dass es vor grauen Haaren schützen kann. Tatsächlich gibt es dazu konkrete Theorien, die besagen, dass die Pflanzenextrakte die Konzentration des Farbstoffs Melanin erhöhen. Melanin ist übrigens für die Farbe von Haut und Haaren mitverantwortlich. Eine weitere Theorie besagt, dass Ashwagandha als herausragendes Antioxidans dabei hilft, freie Radikale abzufangen. Freie Radikale entstehen durch körpereigene Prozesse oder werden durch die Umwelt aufgenommen. Sie greifen nicht nur wichtige Zellstrukturen im Körper an, sondern könnten auch bei der Ergrauung von Haaren beteiligt sein.

Da Ashwagandha als nebenwirkungsarm gilt, ist es einen Versuch wert, um Haarausfall zu bekämpfen. Ganz nebenbei tust du damit auch etwas zum Schutz vor grauen Haaren.

Weiterführende Quellen und Studien:

  1. https://www.curejoy.com/content/ashwagandha-for-hair/
  1. https://www.researchgate.net/publication/316188763_Ashwagandha_Root_Extract_Inhibits_Acetylcholine_Esterase_Protein_Modification_and_Ameliorates_H2O2-Induced_Oxidative_Stress_in_Rat_Lymphocytes
Fruits on a Ashwagandha plant, Withania somnifera

Gastbeitrag von Lebensfreude aktuell Autorin Jennifer Ann Steinort

Quellenangaben für die Bilder:
Ashwagandha_Pflanze: AdobeStock_287251230 (Autor ChrWeiss)
Ashwagandha: AdobeStock_228891011 (Autor Arundhati)

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