Liebe Leser,

vorhin habe ich den Beitrag aus Versehen im Entwurfsstadium veröffentlicht. Hier ist nun die fertige Version.

Hallo Welt,

heute möchte ich Euch meine Gedanken zum Thema „Sinn und Unsinn von Haarpflege- und Stylingprodukten“ mitteilen und Euch damit einen Impuls geben, dieses Thema für Euch zu hinterfragen.

Eine Frau/ein Mann kommt zum Friseur mit dem Wunsch nach Veränderung, der sich oft an dem gerade aktuellen Modetrend orientiert.
Modetrends werden von der Industrie kreiert und von den Massenmedien verbreitet. Die Botschaft lautet: So, wie du aussiehst (=bist), bist Du nicht schön genug (=nicht richtig).
Je nachdem, wie weit der Trend sich von dem Naturell der Kundin unterscheidet, wird ein enormer zeitlicher und finanzieller Aufwand betrieben, um es dem aktuellen Ideal anzupassen. Dabei wird gefärbt, gewellt, geglättet, geföhnt, toupiert,… Je höher der Aufwand, umso mehr verdienen Industrie und Friseur. Allerdings leiden bei dieser Art von Friseurbehandlung Haare und Kopfhaut enorm.
Als nächstes kommt die Schadensbegrenzung. Um die dadurch entstandenen Schäden zu „reparieren“ muss wieder tief in die Chemiekiste gegriffen werden. Ein derart chemisch und mechanisch beanspruchtes (zerstörtes) Haar braucht entsprechende chemische Pflege, denn mit natürlichen Mitteln ist das kaum reparierbar.
Als erstes wird ein Shampoo genommen, das die Haare pflegen soll. Nur ist ein Shampoo NUR zur schonenden Reinigung gedacht. Um eine Pflegewirkung zu erhalten, werden Silikone (Erklärung weiter unten im Text) und andere fragliche Inhaltsstoffe reingepackt. Meist reicht das Shampoo nicht und so kommen noch diverse Pflegeprodukte zum Einsatz, wie Pflegespülung (Conditioner), Haarkuren und -Masken, Pflegesprays – und Schaum, Haarspitzenöl,…
Jetzt ist das Haar tatsächlich schön weich, kämmbar und glänzt und das nächste Problem taucht auf. Die Haare sind so glatt und rutschig, dass keine Frisur mehr hält, also braucht es jetzt einen Haarfestiger. Und weiter geht’s.
Nach dem Föhnen, Lockenwickler eindrehen, Glätten, Locken,… sind die Haare immer noch nicht so, wie es dem Trend entspricht, also kommt noch mal Wachs, Frisiercreme, Haargel, Gelwachs,… rein.
Die Frisur hält immer noch nicht? Kein Problem, dafür gibt’s doch Haarspray. Wie wär’s noch mit ein bißchen Glanzspray?
Jetzt ist soviel Produkt auf dem Haar, dass die Frisur diesem Gewicht nicht lange standhält und wieder in sich zusammenfällt. Zeit für die nächste Haarwäsche. Und der Kreislauf (Teufelskreis) beginnt von vorn.

Ein weiterer Grund bzw. DER Grund zum Haarwaschen ist, dass Haare und Kopfhaut „schmutzig“ bzw. fettig sind. Welchen Sinn ergibt es dann, nach dem Reinigen/Entfetten der Haare und Kopfhaut wieder Fett (Pflege- und Stylingprodukte) in die Haare zu bringen?

Es erscheint mir, dass der Sinn des Ganzen ist, abhängige Konsumenten zu produzieren.

Was sind Silikone?

Silikone sind synthetische Stoffe, die unter Anderem zum Abdichten von Fugen verwendet werden.
Im ersten Moment fühlen sich Haare und Haut tatsächlich glatt an. Allerdings dichten Silikone alles ab. Es kann nichts mehr rein und nichts mehr raus.
Das heißt, unsere Haut kann nicht mehr atmen und Giftstoffe können nicht mehr von innen nach außen transportiert werden. Es ist so, als würde die Haut mit einer Klarsichtfolie eingepackt werden. Und so trocknet die Haut unter der Silikonschicht aus und es entsteht das Bedürfnis nach mehr (Silikon-)Pflege.
Silikone sind meist nicht oder schwer wasserlöslich und so überziehen sie das Haar mit jeder neuen Haarwäsche mit einer weiteren Schicht. Vereinfacht ausgedrückt, wird das Haar wie mit einer Plastikschicht überzogen. So ein Haar hat immer weniger Eigenleben und wird immer schwerer und frisierunwilliger. Kopfhautschuppen entstehen häufig durch diese Silikone. Meist sind es keine Schuppen, sondern Silikonablagerungen.
Silikone sind außerdem ein sehr kritischer Stoff für unsere Gesundheit und unsere Umwelt.

Es gibt einfache und wunderbare Lösungen,  aus diesem Kreislauf zu entkommen. Die Erste ist, sich selber zu hinterfragen ob man wirklich Teil dieses Kreislaufes sein möchte? Ich kann das für mich mit einem klarem Nein beantworten. Eine weitere Lösung ist „100 Bürstenstriche täglich“. An dem Beitrag arbeite ich noch, da dieser sich weit umfangreicher gestaltet, als Anfangs gedacht.

Liebe Grüße

Claudia

2 comments on “Sinn und Unsinn von Haarpflege- und Stylingprodukten”

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