Guten Tag Welt,

im Herbst letzten Jahres hat mir eine liebe Kundin voller Begeisterung von Ihrem Gartenprojekt erzählt. Das klang total spannend.

1. Man bucht einen Garten/Acker für eine Saison (Mai – November)
2. Das Feld ist bereits vorbereitet. Der Landwirt vor Ort bepflanzt das Feld mit mehr als 20 Gemüsesorten.
3. Es gibt eine Rund-um-Versorgung. Die Ausrüstung wird gestellt. Dazu gehört eine Gartenhütte mit Grundausstattung an Gartengeräten, Wasser, Beratung und Unterstützung

Der Preis für dieses Rund-um-Sorglos-Paket beträgt
– als kleinen, ca. 45 qm Gemüsegarten für Singles oder Pärchen für 199,- EUR oder
– als Familien-Gemüsegarten mit 90 qm für 369,- EUR pro Saison.

Die Kundin hat mich so mit diesem Projekt begeistert, dass, wenn sie Vertragsunterlagen dabei gehabt hätte, ich sofort unterschrieben hätte.
Das war für mich die perfekte Lösung. Bisher war alles, was ich mit Pflanzen gemeinsam hatte, nur mein Name – Gärtner.
Meine Unterscheidung von Pflanzen reduzierte sich auf: Baum, Strauch, Blume und Pflanze.
Für mich klang das nach der perfekten Lösung.
– keine langfristige Verpflichtung.
– für mich, als Anfänger, perfekt, da das Feld schon vorbereitet ist
– alles was ich für die Gartenarbeit brauche, ist vor Ort
– und vor Allem – es ist Bio und Regional

http://www.meine-ernte.de/

Voller Begeisterung erzählte ich meinen Freund davon. Er fand (und findet) die Idee auch sehr gut, hatte allerdings einen berechtigten Einwand. Podemus ist ca. 25 – 30 Minuten mit dem Auto von meinem Wohnort entfernt. Wenn es ein heißer, trockener Sommer wird, heißt es fast täglich gießen fahren. Das wäre ein sehr hoher zeitlicher Aufwand und nicht gerade umweltfreundlich. Da mein Freund ein sehr lösungsorientiert denkender Mensch ist, hatte er auch hier eine gute bzw. bessere Lösung. Er gab mir den Hinweis, dass doch direkt neben dem Haus meiner Eltern (und meines Salons) ein großes Stück Gartenland vorhanden ist, das niemand nutzt. Stimmt. 😃
Da ist alles vorhanden.
– kleiner Schuppen
– Wasser (Regentonne)
– ein schönes, altes Gewächshaus
– Gartengeräte haben meine Eltern

Also fast alles wie bei „Meine-Ernte“, nur das Beet ist nicht vorbestellt. Und ein Gemüsebeet anzulegen, kann ja nicht so schwer sein. Dachte ich. Meine Vorstellung dazu war: einfach umgraben, Samen säen, gießen, zusehen wie es wächst und ernten. Voller Euphorie bin ich losgezogen und habe mir verschieden Biosamen gekauft. Dehner hat ein sehr schönes und umfangreiches Sortiment an Bio-Garten-Produkten. Das war ja schon mal total einfach.

Voller Begeisterung, Euphorie und Vorfreude sprach ich mit vielen Menschen über mein Projekt. Die Ernüchterung folgte recht bald. Meine Vorstellung – säen, gießen, ernten – entsprach nicht ganz der Realität.  Ok, wie geht es denn dann? Ich brauche ein Buch. 😃

Spannend finde ich, dass in meinem Umfeld immer mehr Menschen das Projekt (Teil-) Selbstversorger starten. Liegt es am Alter, die Gartenarbeit für sich zu entdecken? Liegt es an der Zeit? Oder nehme ich es jetzt nur bewusster wahr, weil ich meinen Fokus darauf richte? Warum auch immer, ich finde diese Entwicklung sehr gut.

Mein Gartenprojekt ist am 28.03.2015 offiziell gestartet.
Die Männer haben die Säulen für den Zaun gesetzt und ich habe mit meiner lieben Freundin erst mal vor Ort Begehung und Lagebesprechung gemacht. 😃 Das Erste, was bei uns Frauen auf dem Plan stand, war, Gewächshaus putzen. Ich habe dann noch den Schuppen entrümpelt und gesäubert. Ich brauche schließlich ein ordentliches Umfeld zum Arbeiten. Als ich meinen Vater, nach dem Baustaubsauger fragte, merkte ich auf der männlichen Seite leichtes Unverständis für meine Putzaktion. 😃

Seit gestern habe ich nun endlich DAS perfekte Buch für mein Projekt. Welches, das verrate ich Euch dann, wenn ich weiß, wie das mit der Verlinkung zu Amazon geht. 😉

Sonnige Grüße

Die Gärtnerin

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